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Behandlungsspektrum Weichgewebstumoren Wie bei den Knochentumoren orientiert sich auch die Bezeichnung der Tumoren der Weichteile in der Regel an dem Ausgangsgewebe wie z.B. Fettgewebe-Lipom/Liposarkom oder Bindegewebe-Fibrom/Fibrosarkom. Auch gilt, daß die gutartigen Weichgewebstumoren wie Lipome, Fibrome, Hämangiome (Blutgefäßgeschwülste) sehr häufig sind und bei eindeutiger klinisch-radiologischer Diagnosestellung und ohne Größenzunahme keiner chirurgischen Therapie bedürfen. Hier sollte nur chirurgisch vorgegangen werden, wenn eine Größenzunahme zu verzeichnen ist und damit der Verdacht auf eine bösartige Umwandlung geäußert werden muß. Eine operative Behandlung ist auch indiziert wenn durch die Größe oder Lage der Geschwulst Gelenke behindert oder Gefäß- bzw. Nervenstrukturen beeinträchtigt werden. Die Hauptlokalisation der Weichgewebstumoren liegt an den unteren Extremitäten, da hier auch etwa 45% der Körperweichteile zu finden sind. Für die Prognose der bösartigen Weichgewebstumoren sind die Kriterien körpernah/körperfern, oberflächlich/tief, der Bösartigkeitsgrad, die Tumorgröße sowie Kompartmentbeziehung des Tumors von Bedeutung. In der operativen Behandlung der bösartigen Weichgewebstumoren kommt es in der Regel zu größeren Weichgewebsdefekten, die plastisch gedeckt werden müssen. Dabei kann je nach Lokalisation die Mitresektion von Gefäßen, Nerven und Teilen von Knochen erforderlich werden. Dies bedarf dann natürlich einer entsprechenden Gefäß- oder Nervenrekonstruktion bzw. einer Stabilisierung des Knochens. |